Dienstag, 2. Juni 2009

Wann sich ein Upgrade lohnt... (Update)

Es ist kein Geheimnis, dass ich den Carnot Prozess, der den Wärmepumpen zugrunde liegt für eine der coolsten (haha!) physikalischen Entdeckungen halte. Und ich denke auch, dass in der Umsetzung (also der Bau einer konkreten WP) noch eine Menge zu holen ist, gerade die Nanotechnologie sollte uns noch ein gutes Stück nach Vorne bringen.

Ich dachte also immer, in zehn Jahren lohnt es sich vielleicht schon die kleine Nibe rauszuwerfen und das neueste Spielzeug Stück Technik einzubauen.

Und dann habe ich mal zum Taschenrechner gegriffen. Und da kommt raus, dass sich eine neue WP, die ich mal mit Kosten (inkl. Einbau und Entsorgung der Alten) von 7.500 EUR angenommen habe, erst dann auf 15 Jahre rechnet, wenn sich der Strompreis verdoppelt und die JAZ um 1 besser wird.

Und wenn wir unser Haus noch besser gedämmt hätten, dann würde ich noch länger warten müssen! ;-)

Update: und dabei habe ich noch nicht berücksichtigt, dass jeder Euro, den ich ausgebe, bevor das Haus komplett bezahlt ist, mit den Zinsen über die Restlaufzeit belastet ist. Die JAZ muss sich also um 2 verbessern. Aber das ist ja nicht unmöglich.

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Meine (Luft-) Wärmepumpe 2012

Ich gehe davon aus, dass ich in ca. 10-15 Jahren (nach 15-20 Betriebsjahren) meine WP tauschen muss, weil das System dann verschlissen ist.

Ich könnte mir vorstellen, dass ich in 7-10 Jahren meine WP tauschen will, weil sich dann ein Wechsel auf ein effizienteres System schon rechnet.

Ich will aber trotzdem schon mal anfangen, meine Wunsch-WP 2012 zu spezifizieren um nicht zu vergessen, auf welche Features ich achten möchte:
  1. Umwälzpumpe Effizienzklasse A+ (oder +++). Es nervt mich total das eigentlich alle Hersteller hier noch etwas anderes als das Beste einbauen. Wenn ich heute eine neue WP einbauen würde, würde ich die UWP sofort tauschen lassen.
  2. Ventilator Effizienzklasse A+ (oder +++). Es nervt mich total das eigentlich alle Hersteller hier noch etwas anderes als das Beste einbauen. Leider gibt es heute noch keine Effizienzklassen für Ventilatoren.
    Der Ventilator sollte außerdem geregelt sein (d.h. modulieren).
  3. Super-Hydrophober, auf Nanotechnologie basierender Verdampfer. Mal sehen, wie bald man sowas schon kaufen kann. Ein extrem-wasserabweisender Verdampfer sollte dafür sorgen, dass sich die Enteisungs-Zyklen verlängern und das System effektiver läuft.
    Es stellt sich aber die Frage ob das den latenten Wärmestrom (Aggregatsübergang) verschlechtert.
  4. Modulierender Scroll-Verdichter, möglichst mit Nanotechnologie basierenden Oberflächen. Meine WP ist ja sehr klein, also ist "modulierend" nicht so wichtig, aber Scroll-Verdichter sind im Moment am effizientesten und auch da kann man mit Nanotechnologie sicherlich effektiver und effizienter werden.
    Eine Regelung des Kompressors um die abgegebene Leistung an die geforderte anzupassen, bringt viel.
  5. Steuerung mit "Internetzugang". Ich will auf meine Steuerung über meinen PC bzw. Browser zugreifen. Ich will alle (!) Daten als Excel Tabelle exportieren können.
  6. Außentemperaturfühler mit Wind-Chill Sensor. Die meiste Wärme verliert ein Haus über die Außenwände und zwar in Abhängigkeit von der Windgeschwindigkeit. Zwischen Innenraumtemperatur bei Windstille und bei Sturm liegt bei mir 1K. Das ist nicht schlimm, aber das kann noch besser sein!
  7. Kältemittel-Unterkühler. Wenn man das Kältemittel nach "Gebrauch" weiter (unter die Heizkreis-Vorlauftemperatur) kühlt und diese Energie z.B. zur Aufwärmung des Verdampfers (zur Verzögerung des Vereisens) verwendet, dann kann mehr Umweltwärme aufgenommen werden.
  8. Zwischen-Einspritzung am Verdichter. Habe ich mal gelesen, klang gut, habe aber vergessen, warum das gut war. :-)
  9. Kältemittel-Sammler mit Vorwärmer (Power-Receiver). Hat jemand dafür eine gute Erklärung gesehen?
  10. wird fortgeführt.
Die erste Version dieser Aufstellung hatte ich auch bei HTD zur Diskussion gestellt.

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Montag, 1. Juni 2009

Enorme Verbesserung der JAZ durch Modulation

Wenn ich diese Veröffentlichung des Schweizer Bundesamtes für Energie richtig verstehe, dann ist das Potential von kontinulierlich geregelten Kompressoren (und Ventilatoren) bei Luft/Wasser Wärmepumpen enorm.

Die Jahresarbeitszahl soll dadurch (z.B. bei einer ca. 5kW Luft/Wasser WP) von 3.11 auf 6.3 zu steigern sein, da die Gewinne durch die bessere Effizienz bei einem kleineren Delta des benötigten Temperaturhubs gerade in der Übergangszeit (d.h. Teillastbereich) massiv sind.

Der Löwenanteil wird durch die Modulation des Kompressors erreicht, aber eine Modulation des Ventilators ist nicht zu vernachlässigen, vor allem, weil dann die Abhängigkeit von dem Wirkungsgrad des Ventilators sinkt.

Leuchtet ein, schließlich wissen wir schon, daß eine kleinere maximale Vorlauftemperatur der Fußbodenheizung sehr viel bringt. Die Modulation senkt nun kontinuierlich den Temperaturhub und optimiert den exergetischen Wirkungsgrad der gerade im Teillastbereich sehr viel ausmacht.

Trotzdem hat mich das Ergebnis überrascht: eine Verdoppelung der JAZ hätte ich nicht erwartet. Das zeigt aber mal wieder: es geht noch was, auch und gerade bei Luft/Wasser WP.

Nachtrag: modulierende WP kann man inzwischen auch schon von einigen Anbietern kaufen, im HTD hatten wir schon vor zwei Jahren diverse Diskussionen dazu. Das Google Stichwort ist Inverter.

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Freitag, 22. Mai 2009

Die Vier-Jahre-Bilanz

Neulich stand ich vor dem Stromzähler der WP und realisierte, dass wir jetzt schon vier Jahre voll haben. Ich nahm also den Zählerstand (minus Stand beim Einzug) und teilte ihn durch vier.

Ergebnis: 6000kWh pro Jahr.

Erstaunlich, wie gut sich das System an die Hochrechnung gehalten hat :-)

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Dienstag, 3. Februar 2009

Mehr als 15% des Stroms kommt aus erneuerbaren Energien

So, die 15% hätten wir im Sack, kein Wunder bei fast 5 Megawatt neu installierter Windenergie pro Tag (!) in 2007.

Ich sag ja, Strom wird immer besser.

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Mittwoch, 28. Januar 2009

Offtopic: Fußbodenheizung ist toll!

Nach einer Weile fallen einem ja manche Dinge nur noch auf, wenn sie mal nicht da sind. Für die Lüftung konnten wir das ja schon feststellen und diese Erfahrung haben wir auch gerade für die FBH gemacht.

Gestern habe ich mal wieder die WP gereinigt und danach vergessen, sie wieder einzuschalten. Es ist mir erst aufgefallen, als ich heute morgen feststellte, dass es im Wohnzimmer zwei Grad kälter war als sonst.

Und dann fiel mir auf, dass der Fußboden so unangenehm kalt ist...

Normalerweise ist der Fußboden ja nicht "warm", bei einer maximalen Vorlauftemperatur von ca. 35°C liegt er immer unter Körpertemperatur -- aber ich sage Euch, es gibt einen Unterschied zwischen "warm", "nicht kalt" und "kalt".

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Aktuelle Kommentare

vieles davon gibt es...
1. Umwälzpumpe Effizienzklasse A+ (oder ++). Kommt...
Thomas (anonym) - 8. Mai, 21:56
Prima Tabelle!
und Vattenfall HH ist korrekt drin, habe ich gesehen....
hendrik42 - 24. Apr, 22:17
Danke für die Antworten!
Windchill können doch inzwischen einige "billige"...
hendrik42 - 24. Apr, 22:11
Die Kopie...
... ist ein Kompliment, oder so heisst es doch, oder?...
hendrik42 - 24. Apr, 22:08

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