Realverbrauch vs. EnEV
Laut EnEV braucht unser KfW60 Haus 64kWh/qm/a Heizenergie und da die WP einen so guten EnEV Wirkungsgrad hat, nur 59kWh/qm/a Primärenergie.
Jetzt gucken wir mal, wie das mit der Realität übereinstimmt.
Dazu ein bischen Hintergrund:
- die EnEV rechnet die Dinge sehr positiv, alle Werte sind optimistisch. Das ist hier beschrieben:
http://cms.tww.de/servlet/PB/-s/13fukq01n3xc9c1jq0ywqscou7bghhqo/show/1014549/peterMeier.pdf
- die EnEV rechnet mit einer Raumtemperatur von 19°C
- die EnEV rechnet mit einer "Nutzfläche", die nicht der Wohnfläche nach II BVO entspricht. Den Wert für das eigene Haus muß man dem EnEV Energieeinsparausweis entnehmen.
- die EnEV rechnet mit 12,5kWh/qm/a für Warmwasser, die in den o.g. 64kWh/qm/a enthalten sind.
Folgende Annahmen sind also zu treffen:
- der Heizenergiebedarfswert aus der EnEV ist mit ca. 1,3 zu multiplizieren
- nach allgemeinen Aussagen steigt der Verbrauch um 6% pro Grad Raumtemperatur, wenn ich also auf 21°C heize, muss ich also 12% (oder 12,36%, wer weiss das schon) aufschlagen.
- die Luft WP sollte mindestens eine JAZ von 2,7 haben (FAWA Studie), besser 3 oder mehr.
- in einer WP JAZ ist die UWP der Heizanlage nicht enthalten, nur Ventilator (bei Luft WP) oder Sole UWP.
Folgende Parameter:
- meine Nutzfläche ist 160qm
- der Stromverbrauch steht noch nicht fest, da wir noch kein ganzes Jahr im Haus wohnen, die Hochrechnungen sagen im Moment so 6000kWh/a. Davon ist aber ein Teil (500-1000kWh je nach Rechnungsansatz) KWL Lüfterbetrieb. Ziehen wir vorerst 750kWh ab. Ein weiterer Teil ist die UWP der FBH, also 300kWh abziehen.
- erster Winter im Massivhaus, da muß man angeblich noch trockenheizen. Ich ziehe dafür im Moment mal nix ab.
Also:
64 multipliziert mit 160; 12% Aufschlag; multipliziert mit 1,3 sind (abgerundet) 14900kWh.
14900 dividiert durch 4950 sind 3,01 als JAZ der WP.
Kostenmäßig (2005 gerechnet): 4950 multipliziert mit 11ct plus 40EUR Zähler: 586 EUR / Jahr.
Für Gas wäre die Rechnung (mit meinen Tarifen):
64 * 160; * 1,12; *1,3; *1,1 (Gas laut o.g. PDF) sind 16400kWh.
Kostenmäßig 16400 * 0,054 plus 96EUR für Zähler, plus 96EUR für Schorni (Wartung lasse ich raus!) plus Stromverbrauch (1.26kWh/qm/a nach EnEV, in der Praxis eher mehr, siehe die Zahlen von HarryT) 34EUR sind 1110EUR.
[Nachtrag: Wartung darf man bei Gas-Brennwert nicht rauslassen. Bei meinem Bruder hat es gerade den Wärmetauscher nach drei Jahren zerrissen. Kosten: 600 EUR, nach Kulanz noch 400 EUR.]
Jaja, Vollkosten, also Kapitalkosten der WP nicht vergessen... die WP hat mich höchstens 5000EUR mehr gekostet als die Gastherme (die WP kostet neu grade mal 5000EUR!) und 5000EUR bei Anuität 7% sind 350 EUR.
Trotzdem noch billiger als Gas...
q.e.d.
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Jetzt gucken wir mal, wie das mit der Realität übereinstimmt.
Dazu ein bischen Hintergrund:
- die EnEV rechnet die Dinge sehr positiv, alle Werte sind optimistisch. Das ist hier beschrieben:
http://cms.tww.de/servlet/PB/-s/13fukq01n3xc9c1jq0ywqscou7bghhqo/show/1014549/peterMeier.pdf
- die EnEV rechnet mit einer Raumtemperatur von 19°C
- die EnEV rechnet mit einer "Nutzfläche", die nicht der Wohnfläche nach II BVO entspricht. Den Wert für das eigene Haus muß man dem EnEV Energieeinsparausweis entnehmen.
- die EnEV rechnet mit 12,5kWh/qm/a für Warmwasser, die in den o.g. 64kWh/qm/a enthalten sind.
Folgende Annahmen sind also zu treffen:
- der Heizenergiebedarfswert aus der EnEV ist mit ca. 1,3 zu multiplizieren
- nach allgemeinen Aussagen steigt der Verbrauch um 6% pro Grad Raumtemperatur, wenn ich also auf 21°C heize, muss ich also 12% (oder 12,36%, wer weiss das schon) aufschlagen.
- die Luft WP sollte mindestens eine JAZ von 2,7 haben (FAWA Studie), besser 3 oder mehr.
- in einer WP JAZ ist die UWP der Heizanlage nicht enthalten, nur Ventilator (bei Luft WP) oder Sole UWP.
Folgende Parameter:
- meine Nutzfläche ist 160qm
- der Stromverbrauch steht noch nicht fest, da wir noch kein ganzes Jahr im Haus wohnen, die Hochrechnungen sagen im Moment so 6000kWh/a. Davon ist aber ein Teil (500-1000kWh je nach Rechnungsansatz) KWL Lüfterbetrieb. Ziehen wir vorerst 750kWh ab. Ein weiterer Teil ist die UWP der FBH, also 300kWh abziehen.
- erster Winter im Massivhaus, da muß man angeblich noch trockenheizen. Ich ziehe dafür im Moment mal nix ab.
Also:
64 multipliziert mit 160; 12% Aufschlag; multipliziert mit 1,3 sind (abgerundet) 14900kWh.
14900 dividiert durch 4950 sind 3,01 als JAZ der WP.
Kostenmäßig (2005 gerechnet): 4950 multipliziert mit 11ct plus 40EUR Zähler: 586 EUR / Jahr.
Für Gas wäre die Rechnung (mit meinen Tarifen):
64 * 160; * 1,12; *1,3; *1,1 (Gas laut o.g. PDF) sind 16400kWh.
Kostenmäßig 16400 * 0,054 plus 96EUR für Zähler, plus 96EUR für Schorni (Wartung lasse ich raus!) plus Stromverbrauch (1.26kWh/qm/a nach EnEV, in der Praxis eher mehr, siehe die Zahlen von HarryT) 34EUR sind 1110EUR.
[Nachtrag: Wartung darf man bei Gas-Brennwert nicht rauslassen. Bei meinem Bruder hat es gerade den Wärmetauscher nach drei Jahren zerrissen. Kosten: 600 EUR, nach Kulanz noch 400 EUR.]
Jaja, Vollkosten, also Kapitalkosten der WP nicht vergessen... die WP hat mich höchstens 5000EUR mehr gekostet als die Gastherme (die WP kostet neu grade mal 5000EUR!) und 5000EUR bei Anuität 7% sind 350 EUR.
Trotzdem noch billiger als Gas...
q.e.d.
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hendrik42 - 4. Dez, 14:39