Verbrauchsoptimierung
Der Verbrauch des Nibe Fighter 600P (gilt so im Wesentlichen auch für den "kleinen Bruder" Nibe Fighter 315 und das Nachfolgemodell Nibe Fighter 360) kann über mehrere Parameter optimiert werden:
Heizkurve: wie bei allen anderen Heizungen, d.h. die Heizkurve und die Heizkurvenverschiebung sollte nur so hoch eingestellt sein, daß bei voll geöffneten Thermostaten in allen Räumen gerade die Soll-Temperatur erreicht wird. Räume, die kälter sein sollen (z.B. Schlafzimmer), regelt man dann mit Thermostat runter.
Es ist sehr wichtig, daß das Heizwasser nur so warm gemacht wird, wie nötig, da dies einen hohen Einfluß auf die Jahresarbeitszahl der WP hat. Jedes Grad zuviel sind ca. 6% mehr Heizkosten!
Heizkurvenverschiebung: wie bei allen anderen Heizungen. Siehe oben. So klein wie möglich.
Blockiertemperatur Heizstab: so klein wie möglich, manche Leute schaffen 0 Grad, manche "nur" 6 Grad.
Man startet am besten mit so 6 Grad und guckt dann, ob das Haus auch warm bleibt, wenn man im "Winter" (also um oder unter 2-6°C für längere Zeit) die Blockiertemperatur runter stellt. Immer nur ein Grad tiefer stellen und dann ein paar Tage warten. Ich scheine wohl mit 2 oder 3 auszukommen.
Maximal-Leistung Heizstab: so klein wie möglich, 6kW. Tatsächlich ist es wohl so, daß der Nibe Fighter 600P die Heizpatrone schrittweise zuschaltet, wenn der Kompressor nicht "hinterherkommt". Erst läuft nur der Kompressor; wenn die gewünsche VLT nach einer gewissen Zeit nicht erreicht wird, werden 3kW Heizstab zugeschaltet; wenn das nach einer gewissen Zeit immer noch nicht reicht, geht der Heizstab auf 6kW und dann noch später (nach zwei Stunden?) auf 9kW.
Wahrscheinlich ist es also unnötig, den Heizstab wie im Handbuch beschrieben auf 6kW zu beschränken, ich habe das aber trotzdem gemacht. Dabei ist zu beachten, daß die Verkabelung korrekt ist (laut Schaltplan im Handbuch), sonst schaltet die WP nachher irgendwas...
Man sollte das auch nur machen, wenn man was von Strom versteht!
Ventilatorspannung bei Lüftungsbetrieb ("weißes Kabel"): so klein wie möglich. Die Grenze ist hier wohl die morgentliche Luftqualität im Schlafzimmer :-). Je kleiner die Spannung, desto weniger warme Luft wird nach Draußen geblasen und durch kalte Außenluft ersetzt, die erst aufgeheizt werden muß.
Meine Lösung: im Winter auf 100V (da läuft die WP fast nur im Kompressorbetrieb), im Sommer auf 140V.
Ventilatorspannung bei Kompressorbetrieb ("schwarzes Kabel"): Nibe Süd empfiehlt hier für Häuser um die 130/140qm 170V. Ein größerer Luftvolumenstrom erhöht wohl nicht den Wirkungsgrad, führt aber mehr warme Luft nach Draußen!
Andere sagen, 160-170m³ ist der optimale Luftvolumenstrom und daß er auch mit 155V erreicht werden kann. Bei mir scheint das zu klappen: ich habe dafür die Abluftventile allerdings etwas aufdrehen müssen. Siehe hier und hier.
Wenn man am Tag länger nicht im Haus ist, dann lohnt sich wahrscheinlich eine "Tagabsenkung" der Lüftung. Wie das kostengünstig zu realisieren ist, prüfe ich gerade. Am einfachsten wäre wohl eine Zeitschaltuhr mit Wochenprogramm, die einfach in das "weiße Kabel" eingreift.
Luftvolumenstromoptimierung: Insgesamt Luftmenge verringern (s.o.), dafür aber im Verhältnis zu den anderen Räumen die Räume mit höherem Frischluftbedarf (Schlafzimmer) mit mehr Luft versorgen. Das kann über eine Einstellung der Zuluftventile erreicht werden: einfach die Ventile in den Räumen ohne höheren Frischluftbedarf etwas zudrehen.
Und immer drauf achten, daß die Luft aus den Räumen auch rauskann! (Türspalt/Überströmöffnung)
Einsatz von Außenluft: Der Nibe Fighter 600P sollte immer mit einem Außenluftkanal verwendet werden. Gerade in der Übergangszeit (und davon haben wir ja viel in Deutschland :-) kann so die WP der Außenluft noch Energie entziehen und muß nicht größere Mengen wärmere Raumluft nach Draußen befördern.
Um dies optimal einzustellen, braucht man ein Thermometer mit Außenfühler an einem Draht. Den Außenfühler muß man im Innern der WP (hinter der inneren Luke, siehe Handbuch) direkt vor dem Gitter des Ventilators anbringen. Ich habe dazu das Kabel durch das Gitter des Filters gezogen und dann den Fühler soweit "abgehängt", daß er direkt vor dem Ventilator gelandet ist.
Zwischen Außenluftöffnung und WP ist ein Volumenstromregler angebracht, mit dem man bestimmen kann, wieviel Außenluft mit Raumluft vermischt wird.
Der Regler ist im Zusammenhang mit der Ventilatorspannung so einzustellen, daß 15-18°C erreicht werden und so die Verdampfertemperatur maximal auf -1°C sinkt.
Leistung der Umwälzpumpe: Die UWP auf kleiner Stufe zu fahren, spart natürlich Strom. Allerdings senkt das auch den Volumenstrom, der am Wärmetauscher der WP vorbeigeht und das kann dazu führen, dass die WP nicht so hohe Vorlauftemperaturen schafft, weil der Rücklauf zu kalt wird. Meine UWP war auf Stufe zwei. Nachdem ich sie auf Stufe 3 gestellt hatte, hat die Raumtemperatur um fast ein Grad zugenommen und ich konnte die Heizkurve um einen Punkt zurück nehmen. Das kann nur positiv sein.
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Heizkurve: wie bei allen anderen Heizungen, d.h. die Heizkurve und die Heizkurvenverschiebung sollte nur so hoch eingestellt sein, daß bei voll geöffneten Thermostaten in allen Räumen gerade die Soll-Temperatur erreicht wird. Räume, die kälter sein sollen (z.B. Schlafzimmer), regelt man dann mit Thermostat runter.
Es ist sehr wichtig, daß das Heizwasser nur so warm gemacht wird, wie nötig, da dies einen hohen Einfluß auf die Jahresarbeitszahl der WP hat. Jedes Grad zuviel sind ca. 6% mehr Heizkosten!
Heizkurvenverschiebung: wie bei allen anderen Heizungen. Siehe oben. So klein wie möglich.
Blockiertemperatur Heizstab: so klein wie möglich, manche Leute schaffen 0 Grad, manche "nur" 6 Grad.
Man startet am besten mit so 6 Grad und guckt dann, ob das Haus auch warm bleibt, wenn man im "Winter" (also um oder unter 2-6°C für längere Zeit) die Blockiertemperatur runter stellt. Immer nur ein Grad tiefer stellen und dann ein paar Tage warten. Ich scheine wohl mit 2 oder 3 auszukommen.
Maximal-Leistung Heizstab: so klein wie möglich, 6kW. Tatsächlich ist es wohl so, daß der Nibe Fighter 600P die Heizpatrone schrittweise zuschaltet, wenn der Kompressor nicht "hinterherkommt". Erst läuft nur der Kompressor; wenn die gewünsche VLT nach einer gewissen Zeit nicht erreicht wird, werden 3kW Heizstab zugeschaltet; wenn das nach einer gewissen Zeit immer noch nicht reicht, geht der Heizstab auf 6kW und dann noch später (nach zwei Stunden?) auf 9kW.
Wahrscheinlich ist es also unnötig, den Heizstab wie im Handbuch beschrieben auf 6kW zu beschränken, ich habe das aber trotzdem gemacht. Dabei ist zu beachten, daß die Verkabelung korrekt ist (laut Schaltplan im Handbuch), sonst schaltet die WP nachher irgendwas...
Man sollte das auch nur machen, wenn man was von Strom versteht!
Ventilatorspannung bei Lüftungsbetrieb ("weißes Kabel"): so klein wie möglich. Die Grenze ist hier wohl die morgentliche Luftqualität im Schlafzimmer :-). Je kleiner die Spannung, desto weniger warme Luft wird nach Draußen geblasen und durch kalte Außenluft ersetzt, die erst aufgeheizt werden muß.
Meine Lösung: im Winter auf 100V (da läuft die WP fast nur im Kompressorbetrieb), im Sommer auf 140V.
Ventilatorspannung bei Kompressorbetrieb ("schwarzes Kabel"): Nibe Süd empfiehlt hier für Häuser um die 130/140qm 170V. Ein größerer Luftvolumenstrom erhöht wohl nicht den Wirkungsgrad, führt aber mehr warme Luft nach Draußen!
Andere sagen, 160-170m³ ist der optimale Luftvolumenstrom und daß er auch mit 155V erreicht werden kann. Bei mir scheint das zu klappen: ich habe dafür die Abluftventile allerdings etwas aufdrehen müssen. Siehe hier und hier.
Wenn man am Tag länger nicht im Haus ist, dann lohnt sich wahrscheinlich eine "Tagabsenkung" der Lüftung. Wie das kostengünstig zu realisieren ist, prüfe ich gerade. Am einfachsten wäre wohl eine Zeitschaltuhr mit Wochenprogramm, die einfach in das "weiße Kabel" eingreift.
Luftvolumenstromoptimierung: Insgesamt Luftmenge verringern (s.o.), dafür aber im Verhältnis zu den anderen Räumen die Räume mit höherem Frischluftbedarf (Schlafzimmer) mit mehr Luft versorgen. Das kann über eine Einstellung der Zuluftventile erreicht werden: einfach die Ventile in den Räumen ohne höheren Frischluftbedarf etwas zudrehen.
Und immer drauf achten, daß die Luft aus den Räumen auch rauskann! (Türspalt/Überströmöffnung)
Einsatz von Außenluft: Der Nibe Fighter 600P sollte immer mit einem Außenluftkanal verwendet werden. Gerade in der Übergangszeit (und davon haben wir ja viel in Deutschland :-) kann so die WP der Außenluft noch Energie entziehen und muß nicht größere Mengen wärmere Raumluft nach Draußen befördern.
Um dies optimal einzustellen, braucht man ein Thermometer mit Außenfühler an einem Draht. Den Außenfühler muß man im Innern der WP (hinter der inneren Luke, siehe Handbuch) direkt vor dem Gitter des Ventilators anbringen. Ich habe dazu das Kabel durch das Gitter des Filters gezogen und dann den Fühler soweit "abgehängt", daß er direkt vor dem Ventilator gelandet ist.
Zwischen Außenluftöffnung und WP ist ein Volumenstromregler angebracht, mit dem man bestimmen kann, wieviel Außenluft mit Raumluft vermischt wird.
Der Regler ist im Zusammenhang mit der Ventilatorspannung so einzustellen, daß 15-18°C erreicht werden und so die Verdampfertemperatur maximal auf -1°C sinkt.
Leistung der Umwälzpumpe: Die UWP auf kleiner Stufe zu fahren, spart natürlich Strom. Allerdings senkt das auch den Volumenstrom, der am Wärmetauscher der WP vorbeigeht und das kann dazu führen, dass die WP nicht so hohe Vorlauftemperaturen schafft, weil der Rücklauf zu kalt wird. Meine UWP war auf Stufe zwei. Nachdem ich sie auf Stufe 3 gestellt hatte, hat die Raumtemperatur um fast ein Grad zugenommen und ich konnte die Heizkurve um einen Punkt zurück nehmen. Das kann nur positiv sein.
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hendrik42 - 4. Sep, 14:14