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Zum Thema Fußbodenheizung

Eine FBH ist neben der Wandheizung das ideale Heizungssystem für eine WP, weil nur geringe Vorlauftemperaturen benötigt werden. Das ist gut für den Wirkungsgrad der WP und macht auch in der Praxis einen Unterschied im Stromverbrauch der WP.

Durch die angenehme Strahlungswärme, die eine FBH abgibt, kann im Allgemeinen die Raumlufttemperatur ein bis zwei Grad niedriger sein als bei anderen Heizmedien. Ein Grad weniger Raumlufttemperatur spart um die sechs Prozent Heizenergie!

Die FBH sollte (im Zusammenhang mit einer WP) auf eine maximale Vorlauftemperatur von maximal (!) 35°C ausgelegt werden mit einer Rücklauftemperatur von 30°C bei einer zu erreichenden Raumtemperatur von 21°C (Bad 24° oder was recht ist). In der Praxis läuft das bei einem KfW60 Haus auf einen Verlegeabstand der Heizschläuche von ca. 15cm hinaus. Im Bad dürfen es auch gerne 10cm sein.

D.h. die FBH sollte nicht so aussehen wie auf diesen Bildern. Sondern eher wie bei Ilfer. Oder hier: http://hubertus.baublog.de/archives/48-Sie-ist-drin.html

Bei einem schlechter als KfW60 gedämmten Haus müssten die Verlegeabstände noch dichter sein und bei einem besser gedämmten Haus (z.B. KfW40) könnte man wahrscheinlich bei 15cm bleiben und statt dessen auf eine maximale VLT von 30°C gehen und einen noch besseren Wirkungsgrad der WP bekommen. Siehe auch die Gedanken hier.

Bei uns ist in der Küche dort wo der Gefrierschrank hinsollte (und jetzt auch steht) kein FBH-Strang verlegt worden.

Die FBH sollte "naß verlegt" werden, also in naß gegossenen Estrich, nicht in Trockenestrich, um den optimalen Wärmeübergang zu erreichen.

Zum Thema Estrich: man kann sich seinen Estrich natürlich optimal über die Wärmeleitfähigkeit aussuchen. Zementestrich normal 1,4 W/mK; Anhydritestrich normal 1,2 W/mK. Höher ist besser. Es gibt aber jeweils auch bessere und schlechtere in ihrer Klasse z.B. Knauf FE 80 Anhydritestrich mit 1,87 W/mK. Ob das in der Praxis den Aufwand lohnt, weiß ich nicht. Bei uns ist Zementestrich drin.

Zum Thema Thermostate: (später mehr) Am besten von Thermostaten befreien lassen, da sich eine "Niedrigtemperatur-FBH" im Wesentlichen von alleine regelt. Begründung folgt.
Wenn doch: nicht dort anbringen, wo die Sonne draufknallen kann. Dort anbringen, wo die Raumtemperatur sinnvoll meßbar ist (also vielleicht nicht neben der Tür).

Vorurteile

Alles Schlechte, was Du mal über FBH's gehört hast ("macht dicke Füße", "fördert Venenleiden") bezieht sich auf FBHs in Altbauten, wo mit Vorlauftemperaturen von weit über 35 Grad geheizt wird/wurde. Bei einer maximalen Vorlauftemperatur von 35 Grad wird der Fußbodenbelag vielleicht 27 bis 30 Grad warm, das ist ausreichend kühl um den Füßen zu erlauben, ihre Kühlfunktion wahrzunehmen.

Fliesen auf einer solchen modernen FBH fühlen sich auch im Herbst/Frühling kalt/kühl an! Nur im "tiefen" Winter spürt man, dass da eine FBH ist.

Irgendwo hatte ich mal eine seriöse Quelle, die 35 Grad als maximale Bodentemperatur angab, bei der keine negativen Auswirkungen auf die Füße und Beinvenen zu erwarten sind.
Wer natürlich vorbelastet ist, mag das anders beurteilen. 35°C ist wohl auch als maximale Boden-Oberflächentemperatur inzwischen Vorschrift (hat jemand eine Quelle?).

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