Tips & Tricks
Heute habe ich etwas über unsere Rollläden (ja, drei "l") gelernt. Einer der Rollläden hat schon eine ganze Weile beim hochfahren fiese Geräusche von sich gegeben, weswegen wir ihn im Prinzip kaum verwendet haben (der Raum wird selten genutzt).
Nach ein bis drei vergeblichen Anläufen, den Kasten zu öffnen habe ich heute etwas länger nachgedacht und dann den Kasten ohne weitere Probleme aufbekommen ("gebrauche niemals Gewalt, nimm lieber einen größeren Hammer" sagte unser Fertigungstechnik-Lehrer immer).
Es ist so, dass die Rollladen-Jalousie mit Hilfe von drei (bei schmalen Rollläden zwei) flexiblen Blechstreifen an der (motorisierten) "Rolle" befestigt sind. Einer von den Blechstreifen war abgerissen und hat dann das Geräusch erzeugt.
Fragen wir also fünf mal Warum?
1. Warum ist er abgerissen? Weil er kurz vor der Vernietung an der Rolle übermäßig abgeknickt wurde.
2. Warum ist er übermäßig abgeknickt? Wahrscheinlich ist der Rollladen vor Inbetriebnahme "zu weit abgerollt" worden, also die "Rolle" hat beim Abrollen vielleicht mal eine Umdrehung zuviel gemacht, bevor die Endstellungen der Motoren korrekt eingestellt worden sind.
3. Warum? Ich denke, weil Handwerker manchmal Fehler machen.
4. Warum machen Handwerker manchmal Fehler? Erstens sind es auch nur Menschen und zweitens ist es ja nicht ihr Haus.
5. Warum sind Handwerker auch nur Menschen? Weil Roboter für sowas noch eine Weile zu doof sein werden.
(Ich bin sicher, ich habe das mit den fünf Warums nicht ganz richtig gemacht :-)
Fazit 1: auch die anderen beiden Bleche dieses Rollladen werden früher oder später abreißen und sollen ausgewechselt werden, wenn das defekte Blech ausgewechselt wird.
Fazit 2: aufgrund des Konstruktionsprinzips sind auch die anderen Rollläden gefährdet. Jede "Viertelumdrehung" die die Rolle "nach unten" zu viel macht, sorgt dafür, dass die Befestigungsbleche über das notwendige Maß hinaus abgeknickt werden.
Wir werden also heute Abend für jedes Fenster die Zeit messen, die sich die "Rolle" noch "abrollt" nachdem die Jalousie vollständig geschlossen ist. Bei mehr als einer halben Sekunde gibt es Optimierungsbedarf und ich muss den Kasten aufmachen um die Motorsteuerung anzupassen.
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hendrik42 - 10. Aug, 16:20
So, nachdem jetzt die Wärmepumpe schon ein paar Tage im Sommerbetrieb ist (nur noch Warmwasser), konnte ich mich endlich aufraffen, eine weitere Stromsparmaßnahme durchzuführen: das Abklemmen der Thermostate und Regler der Fußbodenheizung.
Ich war eigentlich darauf gefasst, sozusagen jeden Regler usw. einzeln abklemmen zu müssen, aber dann hat sich doch herausgestellt, dass der Elektriker alle hübsch auf eine Sicherung gelegt hat. Zwar ist der Dachboden damit auch abgeklemmt, aber da findet im Moment eh nix statt.
In der nächsten Heizperiode werde ich die Regler auch nicht wieder in Betrieb nehmen. Das Schlafzimmer als den einigen Raum mit einer geringeren Raum-Solltemperatur werde ich hydraulisch, also über den Wasserdurchfluss, abregeln.
Jetzt bin ich mal gespannt, wie sich das auf den Stromverbrauch auswirkt. Ich war zu faul um ein Strom-Meßgerät dazwischen zu klemmen, ich denke bei 8 Thermostaten und so 12 Heizkreisen werde ich den Unterschied schon so sehen.
So langsam fällt mir nix mehr ein, wo ich noch Strom sparen kann.
Update: Was machen die Thermostate bzw. Regler, wenn sie keinen Strom haben? Sie machen dicht. Toll. Ich musste sie also von den Ventilen abschrauben, um den Strom nicht einschalten zu müssen.
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hendrik42 - 2. Sep, 14:05
Eine Alternative zu den original Nibe Filtern hat Arne_ aus Haustechnikdialog.de
herausgesucht.
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hendrik42 - 11. Aug, 18:54
Inzwischen konnte ich mich auch für einen Temperatur/Feuchte Datenlogger entscheiden und habe wieder ein formschönes und preiswertes Gerät von
ELV genommen, den TFD 128.
Den werfe ich jetzt noch in den Zuluftstrom vor dem Lüfter in der WP, um zu gucken, welchen Einfluss die Temperatur und Fechte der Zuluft haben.
Messtechnisch bin ich jetzt gerüstet, die nächste Heizsaison kann kommen :-). Wobei ich natürlich schwer hoffe, daß und das Heizen noch lange erspart bleibt.
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hendrik42 - 9. Aug, 19:15
So,
vor einer Weile hatte ich mir ja den
ELV USB-PC-Datenlogger EM 1000-DL (als Fertiggerät) zugelegt und dazu den Funk-Sensor für Wechselstromzähler EM 1000-S und EM 1000-IR, den man zum Auslesen des WP Tarifzählers verwendet.
Damit kann ich jetzt schön sehen, was die WP wann wofür verbraucht. "Was" liest der 1000-IR ab und sendet es mit dem 1000-S an den 1000-DL, der das "wann" (Zeit) hinzufügt. Das "wofür" kann ich daran ablesen, dass die Nibe Fighter 600P für das Heizen und WW-Erwärmen leicht unterschiedlich viel Strom zieht.
Im Moment bekomme ich nur eine flache Linie zu sehen, weil die Solarthermieanlage schon
seit zwei, drei Wochen das Wasser allein erhitzt, aber wenn das Wetter wieder schlechter wird, wird es spannend werden.
Ich gehe davon aus, dass ich mit den gewonnenen Daten auch den Luftvolumenstrom weiter optimieren kann.
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hendrik42 - 7. Aug, 20:25
Mit
meiner neuen Warmwassersteuerung kann ich jetzt auch die Erträge unserer kleinen vorgeschalteten Solarthermieanlage voll nutzen: solange die Temperaturen im Solarspeicher und im WP-Speicher hoch genug sind, bleibt die Warmwasserbereitung einfach aus; die Zeitschaltuhr setzte ich auf manuelles Aus und die WP denkt, das Wasser ist heiss genug :-)
Ich muss nur am Abend einmal kurz auf die Temperaturen schauen, um zu entscheiden, ob die WP nachheizen muss.
In den letzten Tagen war das nicht der Fall, die WP war die ganze Zeit aus (also, nur Lüftung) und das warme Wasser macht allein die Sonne.
Fein!
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hendrik42 - 16. Jul, 22:38
So, alles klar. Es steht zwar nicht im Schaltplan des Nibe Fighter 600P, aber wenn man ein bischen über der offenen Anlage meditiert, findet man alles ganz schnell:
- die Temperaturfühler kommen alle an der Steuerungsplatine an:
Rechts: Weiß:Außentemperatur
Links: Blau?:Verdampfer-, Gelb oder Weiß?:Fortluft-, Grau:Heizkessel-, Grün:Vorlauf- und Rot:Brauchwasser-Temperatur
- wenn man das rote Kabel an der Steckverbindung vor dem Speicher unterbricht, geht Kanal 8 (Brauchwassertemperatur) auf 99°C. Perfekt!
Schnell noch die richtigen Stecker gekauft (ich will ja keine Kabel aufschneiden) die Zeitschaltuhr dazwischengehängt, und ab sofort ist an 23 Stunden des Tages Hitzefrei für die Brauchwassererwärmung!
Und das schöne ist: diese Lösung funktioniert auch im Winter und die WP hat dann etwas mehr Zeit für Heizwasser.
Noch ein positiver Aspekt: die Steuerung schaltet so den Kompressor kontrolliert ab, genauso, als wenn das Wasser wirklich bei über 55°C wäre. Diese Form der Temperaturmanipulation kann dem Kompressor also nicht schaden.
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hendrik42 - 10. Jul, 14:52
Wir brauchen eigentlich nur einmal am Tag auf jeden Fall ganz warmes Wasser: morgens.
Im Moment springt die WP aber täglich zwei, dreimal an (Wärmeverluste des Speichers decken, Warmwasserentnahme kompensieren) obwohl das für uns unnötig ist.
Da die Nibe Fighter 600P eine externe Kompressorsteuerung erlaubt, habe ich jetzt an dieser Stelle eine Zeitschaltuhr zwischengeschaltet, die festlegt, dass der Kompressor nur morgens früh eine Stunde laufen darf.
Nach ein paar Tagen ist klar: das ist keine gute Lösung:
- sie funktioniert nicht im Winter, weil sie den Kompressor komplett abschaltet und nicht nur die Brauchwassererwärmung.
- die Kompressorsteuerung schaltet nur den Kompressor, die UWP geht trotzdem an und läuft solange wie die WP Steuerung denkt, dass warmes Wasser her muss -- also bis zum Einschalten des Kompressors. Die Stromaufnahme der UWP macht so die Einsparung an Kompressorlaufzeit zunichte
Um diese Lösung für den Sommer zu perfektionieren müsste ich Kompressor und UWP ausschalten. Da brauche ich aber noch extra Relais oder so.
Nebenbei: der Kompressor braucht etwa 30min um den Tank von 45 auf 55°C zu heben.
Die insgesamt bessere Methode wird es sein, der WP-Steuerung zu verkaufen, dass das Wasser noch 50°C hat.
Vorschläge nehme ich gerne entgegen...
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hendrik42 - 9. Jul, 15:10
So, neulich habe ich mir einen Bauser DIG-MINI-ZEITZ. 150VDC/240VAC 4550 Betriebsstundenzähler gekauft (Conrad Bestell-Nr. 121328 - 62) und heute endlich in Betrieb genommen. Natürlich war ich zu doof, das selber zu machen -- aber wozu hat man Freunde? Arne_ aus dem
haustechnikdialog.de Forum hat mir geholfen.
Aber natürlich ist mir inzwischen aufgefallen, dass ich einen Betriebsstundenzähler eigentlich garnicht brauche, um die Anlage weiter zu optimieren. Denn der BSZ sagt mir ja nicht, wie lange die Laufzeit
pro Einschaltvorgang jeweils war.
Ich brauche eigentlich einen Graphen über die Zeit. Also einen Datenlogger, der mitschreibt, wann der Kompressor lief und wann nicht.
Meine erste Idee: einen Temperaturdatenlogger in die Fortluft legen. Wenn die Temperatur abfällt, ging der Kompressor an, wenn sie wieder ansteigt, hat er aufgehört.
Oder gibts 220V Betriebsstundendatenlogger?
Muss ich wohl nochmal etwas suchen...
Update: ich habe jetzt den Wirkstromzähler und den USB Datenlogger (und "for good measure" den Energie-Monitor für den Stromzähler) von ELV bestellt.
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hendrik42 - 30. Jun, 19:10
Also eins ist klar: ohne Luftvolumenstrom-Meßgerät an den Abluftventilen rumdrehen ist keine sehr gute Idee.
Die von mir im Dezember als optimale Kombination gefeierten Einstellungen waren klar nicht optimal. Keine Ahnung, was ich da an kWh verschwendet habe. Doof, doof, doof!
Nunja, inzwischen sind meine Einstellungen wie folgt:
- weisses Kabel 125V (Lüftungsbetrieb und Betrieb bei weniger als -5°C, Abluft dann ca. 160-170m³)
- schwarzes Kabel 140V (Kompressorbetrieb)
- Abluft ca. 170m³ (bei >-5°C)
- Außenluftklappe Stufe 1 (kleinste Stufe)
Damit ist bei Minusgraden die Zuluft in den Verdampfer gute 15°C und die Verdampfertemperatur sinkt nicht unter -6°C. Dabei kann ich interessanterweise nur etwa eine Vereisung pro Tag feststellen. Alle Stunde oder so geht die WP auf Warmwasserbetrieb und dabei steigt die Verdampfertemperatur auf so -1°C für ein paar Minuten. Das reicht wohl damit der Verdampfer nicht total vereist.
Jetzt heisst es wieder Verbrauch beobachten. Aber die Verschwendung durch Fehleinstellung tut weh.
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hendrik42 - 26. Jan, 19:16